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Tag der seelischen/psychologischen Gesundheit - Informieren, Erkennen, Handeln und Helfen

11.04.2019

Psychische Erkrankungen sind immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Wer gibt schon offen und ehrlich zu, dass man in psychologischer Behandlung ist?

Aber warum ist das so? Genau um diese Frage ging es am 10. Oktober, dem Welttag der seelischen und psychischen Gesundheit. Die Psyche soll nun endlich aus der Tabuzone rausgeholt werden. Eins der Mottos des 10. Oktobers: „Gemeinsam statt einsam - seelisch gesund zusammenleben“. Am Donnerstag wurden mehrere Veranstaltungen zum Themenbereich Seele und Psyche veranstaltet.  Bürger*innen konnten sich eigene Eindrücke über psychische Erkrankungen und sogar über Präventionsmaßnahmen machen. Darunter zählt vor allem die Prophylaxe, also die Vorbeugung und Vermeidung von seelischen und psychischen Erkrankungen. Natürlich stand auch die Behandlung im Fokus der Veranstaltungen.

Aber nicht nur offensichtliche Erkrankungen werden thematisiert. Auch die soziale Isolierung war ein wichtiges Gesprächsthema! Denn, oft bauen psychische oder seelische Erkrankung auf einer sozialen Isolierung auf. Einige kleine Projekte sollen geplant werden, welche beispielsweise die Nachbarschaft aufzufordern, einer vereinsamten Person in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen. Dies soll auch finanziell entlohnt werden.

Doch einer der wichtigsten Themen überhaupt: „Förderung von Suizidpräventionen“!
Wussten Sie, dass sich weltweit alle 40 Sekunden ein Mensch selbst das Leben nimmt? Das bedeutet, dass sich rund 2160 Menschen täglich selbsttöten. Ein grausamer und unverständlicher Gedanke, was kann man dagegen tun? Der Welttag der seelischen und psychologischen Gesundheit soll diese Zahl an Opfer bekämpfen. Der Suizid scheint oft als letzter Ausweg einer seelischen Notsituation. Oft sind seelische Erkrankungen und Suizid nah bei einander. Wenn Betroffene aus dieser seelischen Notlage herausgezogen werden können, könnte so die Zahl der Opfer drastisch sinken. 

Was können Sie tun? Als Familienangehörige, Freunde, Kollegen, oder andere etwaige Personengruppen, sprechen Sie das Thema offen an, wenn Sie eine mögliche Gefahr einer Suizidhandlung bei einer Ihrer geliebten Person sehen. Neben einer hohen Zuwendung sollten Sie mit der betroffenen Person gemeinsam nach einem passenden Hilfsangebot suchen. Bauen Sie aber vor allem Vorurteile ab. Hier gilt: „Vorsicht, statt Nachsicht, lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig“!

Und wenn Sie selbst von Suizidgedanken verfolgt werden, zögern Sie nicht, sprechen Sie mit Ihren Vertrauten und lassen Sie sich helfen. Es ist keine Schande, wenn man nach Hilfe sucht! Wir möchten Ihnen ans Herz legen, dass Sie bei akuter Gefahr die Nummer der Psychiatrischen Notfallambulanz oder die Nummer der Telefonseelsorge  wählen. 

0800-1110111 oder 0800-1110222

Lassen Sie nicht zu, dass seelische/psychologische Erkrankungen und Suizid Tabuthemen bleiben! Gemeinsam statt einsam!



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