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Wenn (d)ein Kind im Auto ist, lass die Zigarette aus!

11.04.2019

Bundesländer, Ärzte(-kammer) und das deutsche Kinderhilfswerk sind sich einig. Es muss ein einheitliches Rauchverbot im Auto geben, wenn ein/e Minderjährige/r oder eine Schwangere sich im Auto befindet. 

Laut des deutschen Krebsforschungszentrums wären etwa 1 Millionen Minderjährige betroffen. In den kleinen Autos würde sich nach schätzungsweise 10 Minuten bereits eine so hohe Tabakrauchbelastung befinden, wie in einer vollbesuchten Kneipe. NRW stellte am Freitag, den 20. September einen Antrag beim Bundesrat, welcher unter anderem von Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein begrüßt und unterstützt wurde. Sie fordern den Schutz für Schwangere und Kinder vor dem sog. „Passivrauchen“. Das bedeutet, dass es verboten werden soll im Auto zu Rauchen – (E-)Zigaretten sollen im Auto nicht mehr benutzt werden. Sollten sich die Fahrer nicht daran halten, sollen Bußgelder in Höhe von 500 bis 3.000 Euro angesetzt werden. 

Auch Ärzte haben sich zu dieser Forderung geäußert. Sie appellieren schon lange an Autofahrer, dass sie nicht in ihrem Auto rauchen sollen, schützen kann man damit jeden Nichtraucher, besonders die Kinder und die Schwangeren. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, ist sich sicher. So ein Gesetzt ist überfällig und dringend nötig. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, sagte Rheinhardt, die Einsicht fehlt aber deutlich. 

Die Umsetzung würde aber auch gleichzeitig strengere Kontrollen bedeuten. Die Polizei kündigte aber auch an, dass das aus Personalkapazitätsgründen nicht wirklich umsetzt bar wäre. Auch hier gibt es Kritik, denn immerhin sei es einfacher einen Raucher, als einen Handynutzer am Steuer zu erwischen. Das Handy sei schnell verschwunden und eine passende Ausrede sei ebenfalls schnell gefunden. Eine Zigarette ist hingegen nicht so leicht zu leugnen, besonders nicht der Qualm und der Geruch. 

Wie ist Ihre Meinung zu einem Rauchverbot im Auto – wenn Kinder mitfahren?



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